Die sieben vitalen Prinzipien

1. Den Körper entspannen

Zu Anfang entspanne den ganzen Körper. Atme ein spüre deinen Körper, atme aus und lasse alle Anspannung los. Amte ein und gehe in deiner Vorstellung mit dem folgenden Ausatem vom Scheitel bis zu den Fußsohlen durch den Körper hindurch.

Wo immer du Festhalten oder Spannung spürst – lasse los.

Der Geist schaut  dabei mit liebevollen Augen zu. Mit der Zeit kannst du beobachten, wie angespannte Körperregionen nachgeben und Raum entsteht. Schwache Gegenden stärkt und belebt der Atem, angespannte Bereiche geben nach. Auf diese Weise wird der Körper ruhig, kraftvoll und balanciert.

2. Den Geist beruhigen

Wenn wir unseren Platz auf der Matte einnehmen, schaffen wir Distanz zur Umwelt. Wir richten unseren Blick nach innen und nehmen unsere Gefühle und Gedanken wahr.

Ob wir konzentriert oder zerstreut, glücklich oder traurig sind, ob wir uns Sorgen machen oder ausgeglichen sind, müde sind oder voller Energie – wir lassen den Blick sanft und weit werden und die Augen zum Hinterkopf entspannen.

Wir beobachten uns selbst und unser Üben mit innerer Stille.
Mit jedem Einatmen werden die Augen entspannter und mit jedem Ausatmen nimmt die Konzentration zu.
Wir lassen die Gedanken kommen und gehen, schenken Ihnen aber keine besondere Aufmerksamkeit.

3. Vorsatz

Nun sind Körper und Geist ruhig und konzentriert. In dieser Verfassung sehen wir unser Ziel –Sitzen, Pranayama, Asana- und richten uns darauf aus.

Körper, Geist und Herz kommen zusammen und erwarten das Üben.

Mit jedem Einatmen wird der Vorsatz verstärkt, mit jedem Ausatmen richten wir uns darauf aus. Wir sehen uns selbst, wie wir sitzen, atmen, uns bewegen.
Wir bekräftigen mit jedem neuen Atemzug, jeder Haltung unseren Vorsatz neu.

4. Verwurzeln

Lenke die Aufmerksamkeit zu dem Teil des Körpers, welcher die Erde berührt  - zum Beispiel die Füße -. Lasse das Gewicht des Körpers während des Ausatmens dorthin sinken. Atme ein, halte die nach unten gerichtete Bewegung bei und beobachte wie sich im Körper Weite und Leichtigkeit ausbreitet.
Wie eine Pflanze Ihre Wurzeln in den Boden hinein wachsen lässt und sich im gleichen Maße nach oben ausbreitet, so erleben wir mit dem verwurzeln wie der Körper leicht und weit wird und sich dadurch frei und anmutig bewegen kann.

Die physikalischen Gesetze von Auftrieb und Schwerkraft, die im verwurzeln umgesetzt werden, sind leicht zu verstehen und ist doch überraschend schwierig in jeder Bewegung und Haltung umzusetzen.

Gisela Meffert · Kolpingstraße 30 · 55545 Bad Kreuznach · Tel: 06 71 / 3 48 69